10 Jahre im Dienst der Stadt


Zahlreichen Vertretern aus Politik, Kirche, Vereinen und Verbänden, der Wirtschaft, dem Schulbereich sowie Bürgerinnen und Bürgern, die seinerzeit der Vereidigung des neuen Bürgermeisters beiwohnten, ist diese Veranstaltung noch gut in Erinnerung.

„Mit ganzer Kraft und Hingabe für meine Stadt“, so trat Weiher also am 1. Mai 2014 das Amt als Bürgermeister an. Und dass er dieses Versprechen bis heute ernst nimmt, zeigen viele Projekte und Entwicklungen, die seitdem unter seiner Führung angestoßen und umgesetzt wurden.

Prominentestes Beispiel ist dabei die Renovierung von Schloss Wächtersbach, für die Weiher zusammen mit dem Team des Rathauses rund 7 Millionen Euro an Fördermitteln organisierte und damit die finanzielle Belastung für den städtischen Haushalt und jeden Steuerzahler in Wächtersbach erheblich reduzierte. Die Renovierung von Schloss Wächtersbach kann auch als Initialzündung für sämtliche weitere Entwicklungen im Umfeld des Schlosses, dem ehemaligen Brauereigelände und im Schlosspark angesehen werden. Mit der erfolgreichen Bewerbung der Stadt auf das Stadtumbau-Programm konnten viele weitere Fördermöglichkeiten – zwischenzeitlich in zweistelliger Millionenhöhe - erschlossen werden, die es der Stadt nun ermöglichen, die weitere Entwicklung im historischen Kern der Stadt voranzutreiben.

Aber nicht nur Schloss und Schlossumfeld standen in den letzten Jahren oben auf der Agenda von Andreas Weiher. So waren die weitere Beteiligung an der Bioenergie und der Ausbau der Fernwärme wichtige Weichenstellungen für Wächtersbach, besonders auch im Hinblick auf die Energiekrise. Gleiches gilt die für die Entwicklung und bessere Ausstattung der Feuerwehren oder die Beteiligung der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises an der jährlichen Messe Wächtersbach.

Wächtersbach ist entgegen ursprünglichen Prognosen in den letzten 10 Jahren um fast 1.000 auf gut 13.000 Einwohner gewachsen und wird dies auch weiter tun. Mit dem Bevölkerungszuwachs gehen veränderte Anforderungen an die Stadtverwaltung einher; ganz besonders im sozialen Bereich.

So wurde während der Amtszeit von Bürgermeister Weiher die Elisabeth-Curdts-Tagesstätte um zusätzliche Betreuungsplätze für unter Dreijährige erweitert und in Wittgenborn ein komplett neuer und umweltfreundlicher Kindergarten erbaut. Entwicklungspläne sind zwischenzeitlich auch für einen Kita-Neubau in Aufenau in Gang gesetzt worden.

Weiher setzte sich zudem maßgeblich für die Rettung der „Zwergenstube“ in Aufenau ein, die ohne die Übernahme in städtische Trägerschaft hätte geschlossen werden müssen. Diese Einrichtung wird bald in das historische Alte Amtsgericht umziehen, wo ein Herzensprojekt des Bürgermeisters ebenfalls kurz vor der Fertigstellung steht. Im Alten Amtsgericht wird später nicht nur eine Kinderbetreuung angeboten. Man wird dort auch eine Tagespflege für Senioren finden, um Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen bestmöglich zu unterstützen. Der Neubau des MKK-Alten- und Pflegezentrums in Waldensberg geht ebenso auf seine Initiative zurück.

Das Engagement des Bürgermeisters und seinem Team hat schließlich auch zu einer Erweiterung des Betreuungsangebots in Wächtersbach geführt, einschließlich eines naturpädagogischen Waldkindergarten, der im Juni 2024 von der BWMK gGmbH eröffnet wird.

Die Umsetzung dieser und weiterer Projekte war jedoch nicht immer einfach. Die politisch motivierte Abschaffung der Stelle des Ersten Stadtrates, gleich zu Beginn seiner ersten Amtszeit, erweiterten seine Verantwortlichkeiten erheblich. Die dadurch entstandene Mehrarbeit reduzierte die Nähe zu den Bürgern, was Weiher sehr bedauert. Auch bleibt so wenig Zeit für sein Ehrenamt und sein Hobby im Musikzug.

Seine zweite Amtszeit trat der Bürgermeister am 1. Mai 2020, nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit an. Corona zwang zu Masken und Abstandsgeboten.

Globale Krisen wie Krieg, Pandemie und Starkregenereignisse, machten eine Anpassung der kommunalen Strategien erforderlich. Und Ereignisse, wie das rassistisch motivierte Attentat im Juli 2019 und der Hausbrand in Wittgenborn im Dezember 2023 sowie die damit einhergehenden Diskussionen in den sozialen Medien, die weiteren Hass und Hetze schüren, erschüttern einen Bürgermeister in seinen grundsätzlichen Überzeugungen. Dennoch sei die Rolle des Bürgermeisters „immer noch der schönste Beruf auf der Welt, der viel Abwechslung und täglich neue Herausforderungen bereithält“.

In einer kleinen Zeremonie wurde Bürgermeister Andreas Weiher jüngst für sein zehnjähriges Wirken im Dienst der Stadt Wächtersbach geehrt. In seiner Ansprache betonte Stefan Erb, der Vorsitzende der Bürgermeister-Kreisversammlung, die Notwendigkeit, das Amt des Bürgermeisters „aus vollster Überzeugung“ zu führen, eine Einstellung, die Andreas Weiher während seiner Amtszeit kontinuierlich gelebt hat.

Bürgermeister Erb überreichte an Bürgermeister Andreas Weiher die Ehrenurkunde im Namen der Hessischen Landesregierung und des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, verbunden mit besten Wünschen und guter Gesundheit zum Wohle der Stadt Wächtersbach.