Verfügungsfonds

Verfügungsfonds zur Stadtentwicklung

Attraktive Fördergelder für Ihre Ideen für die Innenstadt

Sie wollten schon immer ein kleines Fest in Ihrer Straße zur Stärkung der Nachbarschaft feiern oder denken bereits länger über mobile Pflanzkübel vor Ihrer Immobilie nach? Dann ist jetzt Ihre Chance, denn alle Bürgerinnen und Bürger von Wächtersbach können sich ab sofort mit ihren eigenen Ideen und Projekten bei der Stadt um einen finanziellen Zuschuss von max. 50 % zur Umsetzung ihrer Vorhaben bewerben! Im Rahmen des Prozesses „Wächtersbach baut Zukunft“ steht der Verfügungsfonds für die niedrigschwellige Umsetzung der Projektideen der Wächtersbacher Bevölkerung bereit, mit welchem konkrete Ideen finanziell gefördert wer­den, die zur Attraktivitätssteigerung der Wächters­bacher Innenstadt beitragen. Ziel des Verfügungsfonds ist die Innenstadt als multifunktionalen, resilienten und kooperativen Raum weiterzuentwickeln.

Durch den Verfügungsfonds kommt der Innenstadt von Wächtersbach ein Betrag von 87.500 € zugute. Somit bündelt er nicht nur Finanzressourcen, sondern gibt Anreiz zur raschen und einfachen Umsetzung von innovativen Ideen aus der Bevölkerung. Denn niemand weiß besser, was die Innenstadt von Wächtersbach braucht, als die Bürgerinnen und Bürger selbst!


Welche Projekte sind förderfähig?

Förderfähig sind Maßnahmen und Projekte, die einen Beitrag zur multifunktionalen, resilienten und kooperativen Innenstadt leisten. Die Maßnahme muss sich auf das definierte Fördergebiet beziehen.

Folgende Schwerpunkte sind förderfähig:

  • Investive Maßnahmen/Projekte (z. B. Bepflanzungen, Spielgeräte und Sitzgelegenheiten)
  • Investitionsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen/Projekte (z. B. Gutachten, Vorplanungen und Bürger/innenbeteiligungen)
  • Nicht-investive Maßnahmen/Projekte (z.B. Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktionen)

Die Rahmenbedingungen

Der Verfügungsfonds fußt auf einer Förderrichtlinie, in welcher die Rahmenbedingungen der Förderung dargestellt. Ein Kurzüberblick:

  • Jede*r kann einen Antrag für eine Maßnahme stellen. Das schließt sowohl Einzelpersonen, Vereine, Initiativen sowie Organisationen mit ein.
  • Die Höchstfördersumme pro Projektantrag liegt bei 15.000 € (brutto). Eine Bagatellgrenze von 500 € (brutto) sollte nicht unterschritten werden.
  • Die Maßnahme muss zum Erreichen der Förderziele beitragen. Ziele sind z. B. Aufwertung des Wohnumfelds, Begrünung des öffentlichen Raumes, Stärkung der Innenstadt als Kulturort, temporäre Lösungen mit Impulswirkung (Pop-up Ideen) und Steigerung der Frequenzen von Fußgänger*innen.
  • Die Lenkungsgruppe entscheidet über die Genehmigung der Anträge.
  • In besonderem Maße werden kreative Projekte zur Stärkung der Innenstadt, zur Belebung des Einzelhandels und Gastgewerbes und zur Aufwertung des Stadtbildes, des Wohnumfeldes sowie des Images begrüßt.
  • Die Maßnahmen müssen bis spätestens August 2025 (Ende des Förderzeitraums des Bundesprogramms ZIZ) umgesetzt werden.
  • Es können sowohl Maßnahmen auf öffentlichen als auch auf privaten Grund gefördert werden.
  • Die Projektidee muss im Innenstadtbereich verortet (siehe Fördergebiet unten) sein oder sich zumindest unmittelbar auf diesen Bereich auswirken oder beziehen. Die Abgrenzung der Innenstadt ist hier zu finden.

Detaillierte Informationen können der Förderrichtlinie zum Verfügungsfonds entnommen werden. Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Kontaktperson der Stadt Wächtersbach zur Verfügung.

Das Fördergebiet

Das Fördergebiet bezieht sich auf den historischen Stadtkern, der sich von Bahnhofvorplatz zum Schlosspark und das ehemalige Brauereigelände erstreckt. Die genaue Abgrenzung des Fördergebietes kann dieser Übersicht entnommen werden, die in höherer Auflösung unten zum Download zur Verfügung steht.


Wer entscheidet über die Projektanträge?

Die Lenkungsgruppe bildet das Entscheidungsgremium des Prozesses. Sie besteht aus verschiedenen Mitgliedern der Stadtgesellschaft und vereint somit unterschiedliche Interessen in einem Gremium. Sie trifft sich regelmäßig, um über den Projektfortschritt des Projektes „Wächtersbach baut Zukunft“ zu beraten, zu diskutieren und Zwischenergebnisse zu legitimieren.

Nachdem Bürgerinnen und Bürger ihre einfallsreichen Projektideen über das Antragsformular bei der Stadt eingereicht haben, wird von der CIMA Beratung + Management GmbH geprüft, ob die Formalien stimmen.

Im Anschluss werden die Projektanträge durch die Lenkungsgruppe beurteilt:

  1. Ergibt sich aus der beantragten Maßnahme einen Mehrwert für die Innenstadt?
  2. Ist das Projekt von gemeinschaftlichem Interesse?
  3. Sind die Kosten plausibel und nachvollziehbar dargestellt?
  4. Gibt es ggf. Anpassungsmöglichkeiten, um die Förderziele besser zu erreichen?

Diese Fragen werden u.a. in den Sitzungen der Lenkungsgruppe beantwortet. Es ist vorgesehen, dass die Antragstellenden ihr Projekt in einer Lenkungsgruppensitzung kurz mit Hilfe der CIMA Beratung & Management GmbH vorstellen und für eventuelle Rückfragen zur Verfügung stehen.


Projektbeispiele

Idee

Ein Wächtersbacher Verein möchte das lokale Kulturerbe stärken und nach historischem Rezept ein traditionelles Osterbrot backen. Im Auftrag des Vereins soll eine lokale Bäckerei 200 Osterbrote backen. Die Brote können in der Osterzeit von verschiedenen Wächtersbacher Einzelhändler*innen und Einrichtungen verkauft werden und als regionales Geschenk dienen. Die Einnahmen des Osterbrot-Verkaufs kommen einer gemeinnützigen Organisation zugute.

Vorgehen

Der Verein stellt eine transparente und nachvollziehbare Kostenbilanzierung auf und kommt auf einen Gesamtbetrag von 2.500 €. Die Kosten für die Werbekampagne, die Material- und die Honorarkosten für die Durchführung der Aktion mit der lokalen Bäckerei können als Projektkosten im Antrag aufgeführt werden. Der Verein reicht den Antrag ein, dieser wird formell von der cima geprüft. Anschließend stellen 1-2 Vertreter*innen des Vereins die Idee in der Lenkungsgruppe vor. Auch von der Lenkungsgruppe wird das Vorhaben genehmigt. Im genehmigten Antrag sichert die Stadt dem Verein zu, dass bei ordnungsgemäßer Durchführung der Aktion bis spätestens 31.08.2025 eine Kofinanzierung in Höhe von 1.250 € (50 % der Gesamtkosten) stattfindet. Nachdem der Verein den genehmigten Antrag vorliegen hat, kann die Projektumsetzung starten. Eine fotografische Dokumentation des Projekts für die Stadt und den Fördermittelgeber sowie das Aufbewahren der Rechnung(en) ist hierbei unbedingt zu berücksichtigen und mit einer kurzen Gesamtdokumentation nach Abschluss der Aktion an die Stadt abzugeben.

Nachdem alle Osterbrote verkauft worden sind und die Aktion ein voller Erfolg war, bekommt der Verein den genehmigten Betrag überwiesen.

Idee

Ein Wächtersbacher Verein möchte auf dem Marktplatz eine gemeinschaftliche Pflanzaktion durchführen. Dafür möchte der Verein vorab eine kleine Werbeaktion für die Mobilisierung von tatkräftigen Helfer*innen starten, Pflanzmaterial wie Erde, Pflanzkübel, Saatgut, Sträucher, etc. besorgen und anschließend gemeinschaftlich eine Begrünung des Marktplatzes umsetzen.

Vorgehen

Der Verein stellt eine transparente und nachvollziehbare Kostenbilanzierung auf und kommt auf einen Gesamtbetrag von 4.000 €. Die Kosten für die Werbekampagne, die Material- und die Honorarkosten für die Durchführung der Aktion mit den Vereinsmitgliedern können als Projektkosten im Antrag aufgeführt werden. Der Verein reicht den Antrag ein, dieser wird formell von der cima geprüft. Anschließend stellen 1-2 Vertreter*innen des Vereins die Idee in der Lenkungsgruppe vor. Auch von der Lenkungsgruppe wird das Vorhaben genehmigt. Im genehmigten Antrag sichert die Stadt dem Verein zu, dass bei ordnungsgemäßer Durchführung der Aktion bis spätestens 31.08.2025 eine Kofinanzierung in Höhe von 2.000 € (50 % der Gesamtkosten) stattfindet. Nachdem der Verein den genehmigten Antrag vorliegen hat, kann die Projektumsetzung starten. Eine fotografische Dokumentation des Projekts für die Stadt und den Fördermittelgeber sowie das Aufbewahren der Rechnung(en) ist hierbei unbedingt zu berücksichtigen und mit einer kurzen Gesamtdokumentation nach Abschluss der Aktion an die Stadt abzugeben.

Nachdem die Pflanzaktion ein voller Erfolg war, die Wächtersbacher Innenstadt ein Stückchen grüner geworden ist und sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene begeistert an der Bepflanzung teilgenommen haben, bekommt der Verein den genehmigten Betrag überwiesen. Nach der Umsetzung ist der Verein allein für die kleine grüne Stadtoase verantwortlich und kümmert sich um die entsprechende Bewässerung und Pflege. Der Verein trägt somit durch seine Ideen und Tatkraft sowie finanziellen Ressourcen (50 % der Projektkosten von 4.000 € = 2.000 €) zur Verschönerung, Belebung und Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt von Wächtersbach bei.

Idee

Ein Wächtersbacher Einzelhändler möchte einen Stellplatz vor seiner Ladentür zu einer Grüninsel mit Sitzgelegenheit verwandeln, damit sein Schaufenster nicht konstant von parkenden Autos verdeckt ist und damit die Innenstadt an Aufenthaltsqualität gewinnt. Der Stellplatz befindet sich in städtischem Besitz, weswegen er bislang keinen Zugriff auf die Fläche hatte.

Vorgehen

Der Einzelhändler reicht bei der Stadt eine kleine Projektbeschreibung (und evtl. eine kleine Skizze) mit transparenter und nachvollziehbarer Kostenbilanzierung ein. Die Kosten für den Untergrund, die Sitzbank und die Pflanzinseln belaufen sich auf 5.000 Euro. Die Kosten dafür sowie die Kosten für die Sondernutzungsgebühr für die Nutzung der Fläche können als Projektkosten im Antrag aufgeführt werden. Der Einzelhändler reicht den Antrag ein, dieser wird formell von der cima geprüft und anschließend stellt der Einzelhändler seine Idee in der Lenkungsgruppe vor. Auch von der Lenkungsgruppe wird das Vorhaben genehmigt. Im genehmigten Antrag sichert die Stadt dem Einzelhändler zu zu, dass bei ordnungsgemäßer Durchführung der Aktion bis spätestens 31.08.2025 eine Kofinanzierung in Höhe von 2.500 € (50 % der Gesamtkosten) stattfindet. Nachdem der Einzelhändler den genehmigten Antrag vorliegen hat, kann die Projektumsetzung starten. Eine fotografische Dokumentation des Projekts für die Stadt und den Fördermittelgeber sowie das Aufbewahren der Rechnung(en) ist hierbei unbedingt zu berücksichtigen und mit einer kurzen Gesamtdokumentation nach Abschluss der Aktion an die Stadt abzugeben.

Nachdem die Zwischennutzung auf dem Stellplatz ein voller Erfolg war, der Laden mehr Laufkundschaft angezogen hat, da kein Auto mehr die Schaufensterfläche verdeckt hat und auf der Fläche viele Passanten verweilt sind, bekommt der Einzelhändler den genehmigten Betrag überwiesen.

Häufig gestellte Fragen

(Stand: 28.11.2023)

  • Woher weiß ich, ob mein Projekt für die Wächtersbacher Innenstadt überhaupt förderfähig wäre?

    In der Förderrichtlinie können die Ziele des Verfügungsfonds nachgelesen werden. Daher sind konkrete Maßnahmen und Projektideen nur dann förderfähig, wenn sie diese Ziele verfolgen. Bei der Antragstellung handelt es sich um einen einfachen und bewusst niedrigschwelligen Vorgang. Daher wird jeder*m Ideengeber*in empfohlen, einen Antrag zu stellen. Nach der Antragstellung wird von der CIMA Beratung + Management GmbH überprüft, ob die Projektidee förderfähig ist.

  • Wer darf einen Antrag für seine Projektidee stellen?

    Jede*r aus Wächtersbach wird dazu aufgerufen einen Projektantrag im Rahmen des Verfügungsfonds zu stellen. Privatpersonen können sich ebenso um eine Kofinanzierung bewerben wie Vereine, Initiativen, Gewerbetreibende, Einzelhändler*innen, Gastronomietreibende und sonstige Institutionen. Es werden vor allem solche Anträge begrüßt, die kooperierende Ansätze verfolgen.

  • Welche Projektkosten darf ich aufführen?

    Zu den Projektkosten zählen alle Ausgaben, die im Zuge der Umsetzung anfallen.

  • Was passiert, nachdem ich meinen Antrag gestellt habe?

    Nachdem der Antrag bei der Stadt Wächtersbach gestellt wurde, wird die Förderfähigkeit der Maßnahme oder des Projekts überprüft. Falls hierbei Unklarheiten auftreten oder Rückfragen bestehen, wird von der CIMA Beratung + Management GmbH Kontakt mit der antragstellenden Person aufgenommen. Wenn die Idee prinzipiell förderfähig ist, wird sie für die nächste Lenkungsgruppensitzung aufbereitet. In dieser Sitzung wird anhand des Antrags über die Genehmigung der Maßnahme entschieden. Es ist wünschenswert, dass die antragstellende Person für eine kurze Präsentation und eventuell aufkommende Rückfragen anwesend ist. Genehmigte Anträge werden gesammelt und gemeinsam mit der Dokumentation der Maßnahme durch die antragstellende Person an das BBSR weitergeleitet.

  • Wann weiß ich, ob mein Antrag genehmigt wurde?

    Die Lenkungsgruppe beurteilt die Qualität der Anträge und entscheidet gemeinschaftlich über die Genehmigung. Dafür trifft sie sich etwa alle drei Monate. I.d.R. wird erst nach der Genehmigung eines Antrages mit dem bzw. der Antragsteller*in Kontakt aufgenommen und das weitere Vorgehen besprochen. Bei Bedarf erhält die Person (oder Verein, Händler*in, Institution etc.) Unterstützung von der Lenkungsgruppe und der Stadtverwaltung.

  • Warum muss ich meine Maßnahme dokumentieren?

    Die Dokumentation ist sowohl für die Stadt Wächtersbach als auch für das BBSR notwendig. Sie beinhaltet u. a. Fotos und Rechnungen. Die Stadt verpflichtet sich dazu, die Fördergelder ausschließlich für Maßnahmen gemäß den Förderzielen zu verwenden. Indem die Maßnahmen von den Antragsteller*innen festgehalten werden, wird eine sachgemäße Umsetzung gewährleistet. Somit kann das BBSR in allen Städten deutschlandweit, die sich erfolgreich auf das Bundesförderprogramm ZIZ beworben haben, nachvollziehen, welche Projekte realisiert worden sind.

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